Augmented Reality mit Kinect und Projektor: Hadouken!

Kimchi and Chips zeigen uns, was mit eine Kombination aus Kinect und einem Projektor möglich ist: Elliot – offensichtlich genannt „Chips“ – verwandelt seinen Arm in eine virtuelle Fackel und zeigt dann einige beeinruckende Licht- und Schattenspielereien.

Grundlage des System ist ein Mapping des vom Projektor erzeugten Bildes auf die von Kinect erfassten Raumkoordinaten. Der Projektor erzeugt dann eine virtuelle Lichtquelle an der Stelle im Raum, wo sich die Hand des Nutzers befindet. Erkennt Kinect nun, dass sich andere Oberflächen im nur – theoretisch vorhandenen Lichtschein – der virtuellen Fackel befinden, so wird die entsprechende Oberfläche beleuchtet. Der Projektor vergrößert also den beleuchteten Bereich um die getrackte Hand herum, aber nur dort, wo sich wirklich eine Oberfläche befindet. Elliot demonstriert dies an der Wand, der Decke und an seinem eigenen Körper, was eigentlich interessanter ist, da dieser keine simple Form aufweist.

Elliot ersinnt für die Zukunft weitere Anwendungsmöglichkeiten, wie z.B. das Tracking des menschlichen Kopfes um mit Hilfe der errechneten Position der Augen und eines geschätzten Sichtfeldes Information oder Bilder in das gerade aktuelle Sichfeld des Nutzers zu projizieren.

Das ganze erinnert ein bisschen an die Systeme zur optischen Tarnung die vor einiger Zeit mal angedacht wurden: Man stellt sich mit einem schweren, grünen Regenmantel von einen Projektor, der mit einem Kamerabild gespeist wird, welches hinter der „unsichtbaren“ Person aufgenommen wird. Nur war dieses System völlig statisch und bei der militärischen Anwendung darauf angewiesen, dass der Feind aus genau der richtigen Richtung guckte und sich nicht über die Projektoren und Kameras wunderte 😉

Interessant wäre vielleicht auch eine Anwendung im Bereich der Telepräsenz: Abbilder entfernter Personen könnten auf Wände, Stühle oder sogar andere (anwesende) Personen oder Puppen „gebeamt“ werden.

Als kleines Bonbon scheint die von Elliot vorgeführte Software auch die Beschleunigung der getrackten Hand zu erfassen, denn wie er am Ende des Videos zeigt, gelingt es ihm, Lichtbälle durchs Zimmer zu schleudern: Hadouken!

Hier gehts zum Video:

Weitere Videos auf seiner Seite zeigen den Entstehungsprozeß der Software, z.B. das Aufteilen des Raums in ein Koordinatensystem aus grünen, roten und blauen Achsenschnitten. Die blauen Schnitte zeigen dabei die tiefe das Raumes an und werden nur auf Objekte projiziert, die diese Schnitte durchstoßen.

in : Kinect
Schlagwörter: ,

1 Kommentar zu “Augmented Reality mit Kinect und Projektor: Hadouken!”

Kommentieren

  1. DonBilbo1982 says:

    Hello ,

    I have seen youre video with the generated koordinates and whant to ask you May you Help me please?
    I have Order to Controll a Industriel Roboter with Kinect.
    The robot have to go to this point i schow with my fingertip.
    For this i need to generate a system of X,Y,Z, Koordinates but i dont know how to do this yet.
    Please write me an Email with helping directories or show me please where i can get a programm for this.

    thanks

Kommentieren

You must be logged in to post a comment.


Sharing Buttons by Linksku