Elektronisches Whiteboard für wenig Geld

Dieser Hack verwandelt eine beliebige Oberfläche mit Hilfe einer WiiMote in ein interaktives Whiteboard, für welches man ansonsten eine tausend Euros auf den Tisch legen müsste. Besser noch: bis zu vier Benutzer können gleichzietig mit dem Board arbeiten.

Das ist eigentlich schon ein Klassiker, da der Hack aus dem Jahre 2007 stammt. In anbetracht von Artikeln wie diesem hier und da sich dieser Blog als angehende Sammlung aller interessanten Hacks im Zusammenhang mit Wiimote & Co versteht, kann es nicht schaden, Johnny Chung Lee von der Carnegie Mellon University erneut zu nennen. Johnny fixiert die WiiMote auf einem kleinen Stand und richtet diese auf die Fläche aus, die als Whiteboard fungieren soll. Die Oberfläche kann entweder eine Wand oder auch ein Tisch sein auf die mit einem Projektor ein Bild geworfen wird oder aber man elimineiert den Projektor und richtet die WiiMote direkt auf ein LCD aus.

Damit ein Signal von der Wand zur WiiMote kommt, benötigt man natürlich eine Infrarot-Quelle. Dazu benutzt Johnny selbstgebastelte IR-Stifte: Er entfernt aus einem Edding oder ähnlich dickem Stift das komplette Innenleben und setzt an die Stelle der Filzspitze eine LED. Diese ist mit einer Batterie und einem Schalter verdrahtet, der am Gehäuse des Stifts angebracht ist.

Über eine selbst geschriebene Software, die man auch auf der Seite johnnylee.net herunterladen kann, werden dann die Koordinaten auf der Projektionsfläche auf Koordinaten im Sichtbereich der WiiMote abgebildet, da die WiiMote ja in einem fast beliebigen Winkel zur Oberfläche stehen kann. Dann kann man auch schon loslegen und den IR-Stift wie eine Maus benutzen oder, was ja eigentlich der Sinn eines Whiteboards ist, auf die Projektionsfläche schreiben und malen.

Hier gehts zum Video:

Da der Hack aber vom Aufbau her nicht besonders elegant ist, hat sich Youtube-User nattyptv seine eigenen Gedanken gemacht und den Aufbau von Johnny Lee hinter eine Milchglasscheibe gesetzt. Dabei muss das Projektionsbild natürlich horizontal invertiert werden. Auch wirft er die Idee auf, dass der Einsatz eines IR-Lasers als Zeigeinstrument es erlauben würde, sich quasi beliebig weit von der Projektionsfläche entfernen zu können und trotzdem noch mit ihr interagieren kann. Das wird aber wohl nur funktionieren, wenn er einen sichtbaren Laserpunkt zum Zielen benutzen kann.

Hier geht’s zum Video:

in : Wiimote

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